Percht, Knecht Rupprecht und Krampus

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Christa Jasinski
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Percht, Knecht Rupprecht und Krampus

Beitrag: #5956 Christa Jasinski
26.12.2017, 11:25

Die Bezeichnungen Percht und Knecht Rupprecht bedeuten vom Wortursprung her so viel wie "Bär". Ursprünglich war der Percht eine weibliche Gestalt, die als Frau „BRECHTE“ überliefert ist. Da diese Gestalt schon seit langer Zeit meist von Männern dargestellt wurde, entstand daraus im Laufe der Zeit eine männliche Gestalt.

Einst zeigte Frau Brechte die Gewalten der Natur an - genauso, wie zum Beispiel Frau Holle. Man feierte die Naturgewalten im Winter, wie Kälte, Schnee und Stürme, denen die Natur problemlos totzt. Später wurde daraus eine Gestalt, die man als Teufelsknecht bezeichnen könnte, der die Seelen einfangen und ihrer Strafe zuführen soll. Der „PERCHT“ trat früher in der Winterzeit in sämtlichen „RAUNÄCHTEN“ (vom 25.12. bis 6.1.) in Erscheinung und je nachdem, wie dann das Wetter war, machte der Percht Voraussagen bezüglich des kommenden Jahres.

Der Krampus galt als ein Wesen, welches den Menschen helfen sollte, den einbrechenden Winter zu vertreiben. Er hatte also eine andere Bedeutung, als Percht und Knecht Rupprecht. Er war in der Lage, die Naturgewalten des Winters, wenn dieser zu Ende geht, in ihre Schranken zu verweisen. Während der Christianisierung machte man auch aus ihm ein Wesen, dass verdammten Seelen ihrer gerechten Strafe zu zuführen soll. Man missbrauchte so diese einmal sehr sinnvollen Wesenheiten aus der keltischen Mythologie dazu, die Menschen einzuschüchtern, um sie der Kirche zuführen zu können: "Wenn Du nicht nach den Regeln der Kirche lebst, dann kommt nach Deinem Tod der Precht oder der Krampus und übergibt Deine Seele der Hölle.
Meister sind deshalb Meister, weil sie erkannt haben, dass es Karma nur für die gibt, die daran glauben – und weil sie riskiert haben, die Klinke ihrer Gefängsnistür nieder zudrücken. Dabei haben sie entdeckt, dass diese Tür niemals verschlossen war.

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